Ein 21-jähriger Deutscher sitzt in Untersuchungshaft. Er soll versucht haben, sich im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Er wurde am Freitag, 23. Oktober 2026, aus Pakistan nach Deutschland ausgeliefert.
Die Vorwürfe
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll der Beschuldigte im Januar 2025 von Berlin nach Äthiopien gereist sein. Sein Ziel sei gewesen, sich zunächst in Somalia dem IS anzuschließen und sich dort zum Kämpfer ausbilden zu lassen. Somalia erreichte er demnach nie. Stattdessen soll er nach Pakistan weitergereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen. Im Februar 2025 wurde er in Pakistan festgenommen.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihm die versuchte Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen. Ob Anklage erhoben wird und wie ein mögliches Verfahren ausgeht, ist offen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Quelle: dpa, u. a. über Der Spiegel und Tagesspiegel, 24.10.2026