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Go&Change Vorwürfe - Gemeinschaftsstruktur und "Guru-System"

Go&Change Vorwürfe - Gemeinschaftsstruktur und "Guru-System"
Symbolbild "kein Guru-System" bei Go&Change, Lülsfeld, KI generiertes Bild

Dossierunterseite 13 zu Go&Change

Hier finden sich alle Vorwürfe aus dem Bereich "Gemeinschaftsstruktur und Guru-System" aus Presse und Verfahren (Stand 21.06.2026)

Go&Change Presseberichte - Dossierunterseite
Wir haben die folgende Presseberichterstattung (Stand 15.06.2026, 1.080 ausgedruckte DIN A4-Seiten) gesammelt, systematisiert und in unsere Auswertung mit einbezogen: Liste der von uns untersuchten Presseberichte über Go&Change (15.06.2026) * Die Kitzinger: May 26, 2020 – Bürgermeister zu „Go& Change“: Vorwürfe aufklären * Die Kitzinger: Jun 02,

Bewertung des Guru-Systems/Gemeinschaftsstruktur bei Go&Change

Grundproblem der Bewertung von Go&Change ist der beständige Wandel, über den wir hier berichtet haben. Dieser lässt "die Bewertung" "der Gemeinschaftsstruktur" nicht zu. Der Presse scheinen die Änderungen nicht bekannt. Im Hauptdossier ist hierzu aber ausgeführt.

Auch die Führungsstruktur bei Go&Change wechselt. Mal gibt es Wahlen auf Zeit, mal wieder Selbstverwaltung nach Gruppen, dann gemischte Führung, Führung nach Leistung usw.

Zwar sieht Go&Change explizit nicht die Verantwortungsabgabe für sich und andere vor, was aber durch Wahlen per se erreicht wird.

Sicher richtig ist, dass Kais Ausstrahlung ("liebenvollste Mensch, den ich je getroffen habe", aus einem Interview) und die Tatsache, dass Kai und Felix Gründer sind und damit am Längsten bei Go&Change dabei sind, beide - wie bei Dorfältesten zu wichtigen Pfeilern der Gemeinschaft machen.

Beide Gründer leben das Prinzip von Go&Change mit Selbstreflektion und Aufrichtigkeit anderen Gegenüber vor und sind damit im Prozess am Weitesten. Somit wären sie am angreifbarsten, wenn man die Kritik von Dr. Pöhlmann und Herrn Lohmayer in der Presse ernst nehmen würde und damit dem Sektennarrativ folgen würde.

Ich selber habe in meinem Leben auch die Erfahrung gemacht, dass Verantwortung zu einem kommt, egal ob man es will oder nicht. Dies hat nichts damit zu tun, dass man selber gerne "Chef" sein will, sondern in Deutschland insbesondere im Vereinswesen eine "Bedienmentalität" herrscht. Man will nur Hilfe erhalten, an Veranstaltungen teilnehmen und oft wenig dafür tun.

Für die Evaluierung des "Sekten-Narrativs" bedeutet dies für Go and Change, dass es keine Hinweise auf ein Guru-System gibt. Niemand "muss" sich den Gründern oder der Gemeinschaftsleitung unterordnen, die gemeinsam geschaffene Ordnung ergibt sich vielmehr aus Verantwortungsübernahme und -abgabe.

Dass bisweilen Aussteiger dazu neigen, dies dann über "Gratifikationen" schlecht zu reden, ändert nichts daran, dass ich nur wenige solcher Privilegien erlebe. Mein erster Anwaltschef bekam auch zu Weihnachten von einer Bäuerin immer seine Weihnachtsgans, ohne dass dies ein Guru-System begründet hätte. Diätbedingte Besonderheiten aus gesundheitlichen Gründen sind keine "Vorteile", die nur die "Führung" erhält. Vorwürfe bleiben offen und ungenau. Soweit ich aus anderen Sektenverfahren solche Vorwürfe kenne, waren diese, wenn man genau nachgefragt hat, oft falsch ("Prophet bekommt Uhren" war tatsächlich falsch; Uhren hatte er sich in seiner Zeit als Coach gekauft, um nur ein Beispiel zu nennen, wie Sektennarrative zu falschen Vorwürfen führen).

Da bei Go&Change ohnehin aus einer Kasse gewirtschaftet wird, gibt es faktisch-fiskalisch nur demokratisch legitimierte "Privilegien" (wie Essen bei notwendigen Diäten usw.)

Weder ergibt sich ein schädliches Guru-System aus den von uns geführten Interviews noch aus sonstigen Quellen. Die Vielzahl der obenstehenden Quellen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass oftmals die Urheber der Aussagen unklar und objektive Belege nicht gegeben sind.

Ähnliches sieht man das z.B. im Bericht der Wiener Bundessektenstelle, die einfach "nur" auf zwei Webseiten verlinkt. Somit werden systematisch Aussagen aufgewertet, obwohl inhaltlich keine Aufwertung möglich ist, weil Qualität und Tiefe in den Aussagen fehlt.

Die oben genannten Zitate sind allesamt nicht faktisch bewiesen, sondern dienen zur Erfüllung des Sekten-Narrativs sui generis.

Es gibt kein Gurusystem

Ein Guru-System würde zudem dem System der "Liebe" entgegenstehen und letztlich ausgrenzen. Ausgrenzen kann man sich meinen Ermittlungen nach nur selbst, indem man aus der Systematik von Go und Change zu wenig an sich arbeitet, aggressiv zu anderen ist und nicht reflektiert. Die im Prozess weiter fortgeschrittenen Personen assistieren hierbei nur und stellen ihre Erfahrung zur Verfügung, sind aber auf Grund ihrer offenen Arbeit auch angreifbar und transparent.

Die Befragungen von Mitglieder, neutralen Personen und die Auswertung von Presseberichten wie Akteninhalten konnte den Vorwurf eines Guru-Systems und überhaupt "eines" Systems nicht bestätigen.

Kein bestätigtes Guru-System

Weitere Artikel und Hinweise

Diese Seite ist eine Dossierunterseite zum Dossier über die Entwicklungsgemeinschaft für Lebensqualität Go&Change in Lülsfeld.

Entwicklungsgemeinschaft für Lebensqualität Go&Change
Dossier über die “Entwicklungsgemeinschaft für Lebensqualität Go&Change” und die Vorwürfe rund um diese Gemeinschaft sowie die subjektive Einschätzung von FOREF anhand objektiver Kriterien.

Weitere Infos zu Go&Change finden Sie über den Tag.

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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