Nach Besuch in Südkorea wachsen Pläne zur Sensibilisierung für Menschenrechte und Religionsfreiheit auch in Europa.
„Über die Shincheonji-Frage hinaus geht es um universelle Grundrechte ... Europäische Aufmerksamkeit ist erforderlich“, betonte er.
Eine Veranstaltung mit religiösen Minderheiten, Menschenrechtsaktivisten und Religionswissenschaftlern ist für den 22. August geplant.
„Die Pressekonferenz in Südkorea war erst der Anfang ... Ich werde meine Aktivitäten zum Schutz der Religionsfreiheit fortsetzen“, versprach er.
Michael Langhans, ein deutscher Menschenrechtler und Volljurist, der Südkorea besuchte, um die Ermittlungen und Festnahmen im Umfeld der Shincheonji-Kirche Jesu sowie Fragen der Religions- und Meinungsfreiheit zu untersuchen, hat angekündigt, nach seiner Rückkehr die europäische Gesellschaft über die Lage in Südkorea zu informieren und sich aktiv für den Schutz der Religionsfreiheit und der Menschenrechte einzusetzen.
Langhans, der im rechtlichen und advokatorischen Bereich beim Forum für Religionsfreiheit Europe (FOREF) in Deutschland tätig ist, nahm am 7. August an einer Pressekonferenz in Seoul mit dem Titel „Religions- und Meinungsfreiheit in der Republik Korea: Bedenken und Perspektiven der internationalen Gemeinschaft“ teil. Während seines Besuchs traf er sich mit betroffenen Personen, verschaffte sich aus erster Hand einen Eindruck von der Lage und betonte: „Es geht hierbei nicht nur um eine bestimmte religiöse Gruppe, sondern darum zu prüfen, wie Grundrechte tatsächlich geschützt werden.“
Nach der Rückkehr: Unterrichtung der europäischen Gesellschaft über die Lage in Südkorea
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland plant Langhans, die europäische Gesellschaft aktiv über die von ihm in Südkorea beobachtete Situation hinsichtlich Religionsfreiheit und Menschenrechten zu informieren.
Er sagte: „In Europa ist sehr wenig darüber bekannt, was derzeit in Südkorea geschieht. Es ist notwendig, zunächst ein präzises Bild der Lage zu vermitteln und das Bewusstsein dafür zu schärfen.“
Insbesondere plant er zu untersuchen, auf welcher Grundlage und welchen Informationen die negative öffentliche Meinung sowie bisherige Berichte über die Shincheonji-Kirche Jesu und andere religiöse Minderheiten beruhen.
Langhans betonte: „Sobald eine religiöse Gruppe negativ gestempelt wird, kommt es oft vor, dass konkrete Fakten nicht erneut geprüft werden. Wir müssen urteilen, nachdem wir verschiedene Stimmen und Daten überprüft haben – nicht nur die Aussagen einer einzelnen Seite.“
„Nicht nur ein koreanisches Thema“ ... Verknüpft mit dem Schutz der Religionsfreiheit in Europa
Langhans betonte, dass die in Südkorea geführte Debatte über die Religionsfreiheit nicht als ein rein auf Südkorea beschränktes Problem betrachtet werden sollte.
Er sagte: „Die Ausgrenzung oder Einschränkung der Freiheit von Menschen mit bestimmten Religionen oder Überzeugungen kann auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern vorkommen. Über die Lage in Südkorea zu informieren, ist daher auch ein Beitrag zum Schutz der Religionsfreiheit in Europa.“
Er erklärte zudem, dass zwar das Gericht über die Schuld oder Unschuld des Vorsitzenden Lee Man-hee entscheiden müsse, aber „selbst für diejenigen, deren Schuld nicht erwiesen ist, das Recht auf ein faires Verfahren und Grundrechte gewährleistet sein müssen.“
Veranstaltung zur Religionsfreiheit in Deutschland am 22. August ... Umfassende Folgemaßnahmen
Langhans plant zudem für den 22. August eine Veranstaltung in Deutschland mit dem Schwerpunkt Religionsfreiheit und Menschenrechte.
Dieser Tag ist bedeutend als „Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung“, und an der Veranstaltung werden voraussichtlich Vertreter religiöser Minderheiten, die religiöse Verfolgung oder Diskriminierung erlebt haben, sowie Menschenrechtsaktivisten und Religionswissenschaftler teilnehmen.
Bei dieser Veranstaltung plant Langhans, die ihm während seines Südkorea-Besuchs begegneten Fragen zur Religionsfreiheit und den Grundrechten anzusprechen und die Botschaft zu verbreiten, dass niemand aufgrund seiner Religion oder Überzeugung diskriminiert werden darf.
Erst der Anfang!
Er sagte: „Die Pressekonferenz in Südkorea war erst der Anfang. Ich werde meine Aktivitäten fortsetzen, um nicht nur meine eigene Freiheit zu schützen, sondern auch sicherzustellen, dass andere nach ihren Überzeugungen leben können – um so die Freiheit des jeweils anderen zu schützen.“