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Ergebnisse der Studie „Islamismus im Wandel“

Ergebnisse der Studie „Islamismus im Wandel“
Symbolbild, Gemini generiert
Fast jeder zweite junge Muslim kann sich einen Gottesstaat vorstellen. Was hinter solchen Einstellungen steckt und was die richtige Reaktion darauf wäre

Mit dieser Einleitung beginnt ein Artikel auf Chrismon. Der Artikel bezieht sich auf eine Untersuchung der Universität Münster und der Hochschule Osnabrück, die Einstellungen unter Muslimen in Deutschland analysiert hat.

Zustimmung zu radikalen Aussagen:

Laut der Studie stimmen 6,1 % der befragten Muslime in Deutschland islamistischen Aussagen zu.

Abgrenzung zum Glauben: Die Autoren der Studie betonen, dass diese Einstellungen nicht mit der allgemeinen Religiosität gleichzusetzen sind. Ein Großteil der Muslime lehne radikale Positionen strikt ab. Trotzdem sind rund 45 Prozent der unter 40-jährigen Muslime in Deutschland laut Studie latent oder manifest islamismusaffin.

Radikale Einstellungen treten laut den Daten häufiger bei jüngeren Befragten und bei Personen mit geringerem formalen Bildungsgrad auf. Und der aktuelle Nahostkonflikt wirkt als Brandbeschleuniger. 

Einflussfaktoren und Hintergründe

Die Studie stellt laut Chrismon eine Korrelation zwischen erlebter Ausgrenzung und der Anfälligkeit für radikale Ideologien fest. Wer sich von der Mehrheitsgesellschaft abgelehnt fühlt, neigt eher zu Identitätsmodellen, die eine klare Abgrenzung fordern.

Digitale Plattformen werden als wesentliche Katalisatoren für die Verbreitung islamistischer Narrative benannt, da sie einfache Antworten auf komplexe Identitätsfragen bieten.

Ein Teil der Befragten vertritt die Ansicht, dass religiöse Regeln über den staatlichen Gesetzen stehen sollten, wobei dies oft mit einer Verteidigungshaltung gegenüber einer als feindselig wahrgenommenen Umwelt begründet wird.

Einordnung der Autoren

Die zitierten Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Islamismus nicht allein als theologisches, sondern primär als sozialpsychologisches Phänomen zu begreifen ist. Die Studie empfiehlt daher präventive Maßnahmen, die über religiöse Aufklärung hinausgehen und soziale Teilhabe sowie Diskriminierungsschutz in den Fokus rücken.

Ein Vergleich zu anderen Religionen wäre spannend gewesen. Diese Chance wurde versäumt.

Quelle

Chrismon Artikel

Motra-Monitoring Stellungnahme

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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