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Bauprojekt in Mestre: Spannungen um geplante Moschee und Ausstandsdrohungen

Bauprojekt in Mestre: Spannungen um geplante Moschee und Ausstandsdrohungen
Symbolbild

In Mestre (Provinz Venedig) sorgt die Debatte um den Bau einer zentralen Gebetsstätte für die muslimische Gemeinschaft für politische und gesellschaftliche Spannungen.

Vertreter der örtlichen muslimischen Gemeinde, die in der Provinz auf über 40.000 Mitglieder geschätzt wird, fordern die Genehmigung für den Bau einer Moschee. Zur Bekräftigung ihres Anliegens kündigten Vertreter Demonstrationen sowie mögliche Streiks an. Da viele Angehörige der Gemeinschaft in Schlüsselbereichen wie dem Gastgewerbe und der Industrie tätig sind, wiesen sie auf die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen eines Arbeitsausstands in der Region Venedig hin. Aus der Gemeinschaft wird zudem auf die bestehende Religionsfreiheit und die fehlende Unterstützung der Verwaltung bei Integrationsmaßnahmen hingewiesen.

Die Stadtverwaltung Venedig hält dem entgegen, dass die formalen Voraussetzungen für die Einleitung des Verwaltungsverfahrens derzeit nicht gegeben seien. Vertreter der Verwaltung begründen dies mit Vorbehalten hinsichtlich des Ausmaßes des geplanten Bauprojekts sowie Bedenken bezüglich des bisherigen Integrationsstandes der betroffenen Gemeinschaft. Von politischer Seite wurde das Vorgehen der Antragsteller teils als Druckmittel gegenüber der Behörde kritisiert.

Angesichts der unveränderten Positionen beider Seiten bleibt die künftige Entwicklung bezüglich des Bauvorhabens offen. Aus Sicht der Religionsfreiheit muss jedenfalls jede Gruppe die Möglichkeit haben, ihrem Glauben an einem Versammlungsort nachzugehen. Danach kann das oben genannte Ausmaß als Argument gelten, nicht jedoch die Integrationsstände.

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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