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Diskriminierung von Pflegeeltern oder rechtliches Problem der Religionsfreiheit?

Diskriminierung von Pflegeeltern oder rechtliches Problem der Religionsfreiheit?
KI generiertes Symbolbild

Kinder in Pflegefamilien und der mediale Feldzug gegen Freikirchler

Ein Bericht des Schweizer Portals Watson beleuchtet die Debatte um Pflegekinder in christlichen Freikirchen. Betroffene Familien wehren sich gegen eine mediale Stigmatisierung und sprechen von einem gezielten „Feldzug“ gegen ihren Glauben. Kritiker werfen religiösen Pflegeeltern Indoktrination vor, während Behörden die unersetzliche und vom Kindeswohl getragene Arbeit dieser Familien betonen.

Rechtliche Klarheit im Kinderschutz

Aus Sicht der Religionsfreiheit und des internationalen Familienrechts ist die Debatte ohnehin oft fehlgeleitet: Rechtlich gilt der Grundsatz, dass Kinder – wenn eine Fremdunterbringung überhaupt notwendig ist – vorrangig in ihrem eigenen Herkunfts- und Religionsmilieu untergebracht werden müssen, um ihre kulturelle und religiöse Identität zu schützen. Medienkampagnen, die religiöse Minderheiten pauschal als ungeeignete Pflegeeltern darstellen, verletzen fundamentale Menschenrechte und diskreditieren gelebte Nächstenliebe.

Dass hiergegen Verstoßen wird aus Aspekten der fehlenden Kapazitäten ist nicht neu. Selbst wenn man dann die Kinder gleichwohl unterbringen muss, könnten klare Regeln Nachteile für die Kinder verhindern. Das wird aber oft nicht handgehabt oder überprüft.

Bei den Zwölf Stämme, die ein Schweinefleischverbot ebenso haben wie Juden und Moslems, wurden Pflegefamilien nur aufgefordert, eine alternative Speise bereitzuhalten. Ob dies kontrolliert wurde oder gar das Gebot der religiösen Speisen umsetzt, ist fraglich.

Auffällig ist, dass Freikirchen in letzter Zeit vermehrt als "Sekten" bezeichnet oder in diesen Bereich der destruktiven Gemeinschaften gerückt werden.

Weitere Quellen:

NZZ, "Eine Mutter verliert ihre Tochter an strenggläubige Evangelikale – mithilfe der Kesb"

SRF, "Eine Mutter verliert ihre Tochter an strenggläubige Evangelikale – mithilfe der Kesb"

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Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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