Der Artikel der „Tagespost“ thematisiert das angespannte Verhältnis zwischen der armenischen Regierung und der Armenisch-Apostolischen Kirche. Hintergrund sind Vorwürfe der Regierung, Kirchenvertreter würden als russische Einflussagenten agieren, während die Kirche ihre Rolle als Hüterin der nationalen Identität verteidigt.
Sind Armenisch-Apostolische Kirchenvertreter russische Einflussagenten?
Dabei wird betont, dass die Religionsfreiheit ein unantastbares Gut ist, das in einem demokratischen Rechtsstaat nicht gefährdet werden darf. Dennoch ist diese Freiheit aktuell in Gefahr, da der Konflikt zwischen Staat und Kirche zunehmend eskaliert. Während die Kirche keine Vorherrschaft über den Staat beanspruchen darf, muss der Staat ihre Unabhängigkeit respektieren. Der Artikel mahnt an, dass beide Seiten zu einem Miteinander zurückfinden müssen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer politisch instabilen Region nicht weiter zu gefährden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass viele Armenier im Ausland leben, die Armenisch-Apostolische Kirche quasi Staatsreligion ist und zudem der Bruder des Katholikos Metropolit in Russland ist. Daraus aber einen Skandal zu konstruieren, gefährdet die Neutralität der Regierung im Hinblick auf die Religionsfreiheit.
Gleichzeitig sollte die Kirche auch nicht gegen die Regierung schiessen, sondern jeder im Diskurs auf seiner Seite der Verantwortung bleiben. Nur das schärft die Religionsfreiheit.