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Streit um den „Politischen Islam“: Kirchen in Österreich warnen vor Pauschalverdacht gegen Muslime

Streit um den „Politischen Islam“: Kirchen in Österreich warnen vor Pauschalverdacht gegen Muslime

Im Rahmen der Debatte um ein geplantes Verbot des sogenannten „Politischen Islams“ in Österreich haben sich die christlichen Kirchen demonstrativ hinter die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) gestellt. In einer gemeinsamen Haltung warnen Kirchenvertreter vor pauschalen Verdächtigungen sowie vor möglichen Einschränkungen der verfassungsrechtlich geschützten Religionsfreiheit.

Die Vertretungen der Kirchen mahnen, dass aus einzelnen Fällen keine vorschnellen Rückschlüsse auf eine gesamte Religionsgemeinschaft gezogen werden dürfen. Sie plädieren für einen differenzierten Ansatz, der ein konsequentes Vorgehen gegen religiösen Extremismus mit dem unumstößlichen Schutz der Religionsfreiheit verbindet.

Gleichzeitig verweisen die Kirchen auf die Eigenverantwortung der Religionsgemeinschaften: Diese seien gefordert, sich weiterhin klar von extremistischen Tendenzen abzugrenzen und Betroffenen von Diskriminierung zur Seite zu stehen.

Aus Sicht von FOREF wäre es wünschenswert, dass solche Akte nicht nur für bestimmte Religionsgemeinschaften erfolgen, sondern grundsätzlich bei potentiellen Stigmatisierungen von Gruppen.

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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