Deklaration zum Event European Forum for Religious Freedom and Human Rights
"Wir, Menschenrechtsaktivisten und Betroffene aus und Interessierte an verschiedenen Religionen und Weltanschauungen unterzeichnen und überreichen respektvoll in Frankfurt am Main im Herzen von Europa im Anschluss an unsere Veranstaltung European Forum for Religious Freedom and Human Rights zum 8. Internationale Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens“ am 22.08.2026 die folgende Deklaration:
Wir empfinden tiefsten Respekt vor der Religions- und Weltanschauungsfreiheit sowie der Meinungs- und Pressefreiheit, drei unterschiedlichen und doch so gleichen elementare Pfeilern unserer wertvollen freiheitlichen Demokratie.
Wir stellen fest, dass sich seit der Paulskirchenverfassung von 1848 diese Religionsfreiheit zunehmend abstrakt im verfassungsrechtlichen Kontext darstellt.
Wir erkennen an, dass jedermann ebenso frei in seiner Expression von Kritik an anderen Sichtweisen, Religionen und Weltanschauung ist, wie jedermann frei ist, seinen Glauben zu leben oder zu verheimlichen, wie er frei ist, seine Meinung zu sprechen oder sich politisch zu betätigen.
Wir beobachten aber,
dass zunehmend übereinander gesprochen wird, statt miteinander zu reden,
dass weniger zugehört und mehr ausgesagt wird und
statt Gemeinsamkeiten wird über trennendes gesprochen.
Wir verpflichten uns daher, anderen Glaubens- und Weltanschauungsansätzen respektvoll gegenüberzutreten und zuzuhören und dafür einzutreten, dass die Sichtweisen unserer Freunde im Glauben oder in der Weltanschauung ebenso respektiert werden, wie wir unsere Ansichten und Überzeugungen schützen wollen.
Wer den Glauben oder die Weltanschauung meines Gegenübers angreift, ohne vorher zuzuhören, der greift auch uns an.
Frankfurt, den 22.08.2026"

Eine Kopie der unterzeichneten Deklaration wird hier noch eingebunden. Ebenso wird eine englischsprachige Version eingebunden.