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Europa am Scheideweg: Das Kreuz im Fadenkreuz der Intoleranz?

Europa am Scheideweg: Das Kreuz im Fadenkreuz der Intoleranz?
Symbolbild KI

Es herrscht Frost in den Straßenzügen des vermeintlich „aufgeklärten“ Europas. Während man sich in Brüsseler Glaspalästen gegenseitig für die „Vielfalt“ auf die Schultern klopft, vollzieht sich auf unseren Straßen und in unseren Gerichtssälen eine schleichende Kapitulation der Freiheit. Der aktuelle Bericht der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen (OIDAC) ist kein bloßes Zahlenwerk – er ist ein Alarmruf in einer Nacht der Gleichgültigkeit. 2.211 antichristliche Hassdelikte in Europa 2024 sind 2.211 solcher Delikte zuviel.

Ein Schlachtfeld der Symbole

Wir erleben eine regelrechte Epidemie der Verachtung. In Deutschland stiegen die Zahlen um 22%, nur Frakreich und Großbritannien liegen vor Deutschland und Österreich an absoluten Zahlen.

Kirchen brennen, Statuen werden geschändet, Friedhöfe entweiht.

Was früher als Tabubruch galt, ist heute der traurige Refrain eines entfesselten Antichristianismus. Doch die Täter sind nicht nur Randalierer im Schatten der Nacht; die gefährlichsten Angriffe kommen im Gewand des Gesetzes daher.

Die Daumenschrauben der „Hassrede“

Die Meinungsfreiheit, einst das Juwel unserer Zivilisation, wird auf dem Altar einer diffusen „Political Correctness“ geopfert. Unter dem Vorwand des Schutzes vor „Hassrede“ wird das Wort Gottes zur juristischen Stolperfalle. Wenn Priester und Gläubige für das Zitieren der Bibel oder das Festhalten an biologischen Realitäten vor den Kadi gezerrt werden, dann ist das keine „Toleranz“ – das ist Gesinnungsjustiz in Reinkultur!

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen: Während jede andere Gruppe unter Artenschutz gestellt wird, ist das (heimische) Christentum zum Abschuss freigegeben. Wer heute wagt, das Fundament unserer Kultur zu verteidigen, findet sich schneller im Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft wieder, als er „Amen“ sagen kann.

Der schleichende Exitus der Gewissensfreiheit

Besonders perfide ist die Erosion der Gewissensfreiheit. Medizinisches Personal, das nicht bereit ist, am Fließband des Todes mitzuwirken, oder Beamte, die ihre tiefsten Überzeugungen nicht an der Garderobe abgeben wollen, werden ins gesellschaftliche Abseits gedrängt. Wir bauen uns ein Europa der Rückgratlosen, in dem nur noch derjenige existieren darf, der sein Gewissen gegen die aktuelle Mode eintauscht.

Ein Aufruf zum Widerstand

Wir dürfen nicht länger schweigen, während das Fundament unseres Hauses weggerissen wird. Religionsfreiheit ist nicht das Privileg, im stillen Kämmerlein Psalmen zu murmeln – sie ist das Recht, seinen Glauben öffentlich zu leben und zu bekennen, ohne Angst vor Mobbing oder Repression.

Es ist Zeit, die Samthandschuhe auszuziehen. Wenn die Freiheit der Christen fällt, fällt die Freiheit aller. Fällt eine Religion oder Weltanschauung, fallen alle. Was dann bleibt? Konformistischer Nonsens ohne Ethik, Moral, Gewissen und Hoffnung.

Wer die Augen vor dieser Brandstiftung verschließt, wird sich nicht wundern dürfen, wenn am Ende nur noch Asche von unseren demokratischen Werten übrig ist.

Wenn sich nichts ändert, wird das Licht der Vernunft in Europa bald endgültig erlöschen.

Quellen

OIDAC 

Freie Welt

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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