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FDP als "Drei -Prozent-Sekte" bezeichnen?

FDP als "Drei -Prozent-Sekte" bezeichnen?
Symbolbild

Erneut schafft es ein Medium nicht, Politik ohne den Begriff "Sekte" zu kommentieren. Muss man die FDP als "Sekte" bezeichnen, wie es der Deutschlandkurier tut?

Titelbild des Deutschlandkuriers

Man kann es sich förmlich vorstellen, wie der Redakteur oder der Verantwortliche für den Titel sich vor Lachen am Boden gekringelt hat. Nachtreten auf eine am Boden liegende Partei ist doch zulässig oder? Dass man offenbar keinen wirklichen Gedanken verschwendet hat an die Benennung als Sekte, zeigt der Artikel, der mir wertvolle Lebenszeit gestohlen hat, zum Thema Sekte aber keine tieferen Erkenntnisse beinhaltet. Nur dass der Titel im ersten Absatz - SEO technisch hochwertig - wiederholt wird, beweist, dass es kein Zufall, sondern Verkaufsargument ist.

Dass dies nicht notwendig ist, hatte ich bereits hier aufgezeigt. Dass es ein weiter Weg wird, war mir klar. Doch verdeutlicht der Artikel letztlich deutlich, was das Bundesverfassungsgericht noch anders sah: Der Begriff zunehmend nur noch diskreditierend eingesetzt. Und das sollte sich ändern.

Michael Langhans

Michael Langhans

Executive Director FOREF Deutschland, Volljurist, Familienrechtsexperte und Menschenrechtsaktivist.

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