Ein neuer, fragwürdiger Trend namens „Scientology Run“ flutet derzeit TikTok. Das Prinzip ist so simpel wie dumm: Nutzer rennen schreiend in die Gebäude der Scientology-Kirche in vorallem Los Angeles und den USA hinein, filmen sich dabei und provozieren die dortigen Sicherheitskräfte. Ziel der Challenge ist es, so weit wie möglich ins Gebäude zu gelangen. Die Gefühle andersdenkender und andersgläubiger werden nicht respektiert.
Die Kernaussagen des Trends sind Provokation als Selbstzweck, Reichweite und Adrenalin.
Teilnehmer versuchen, die Sicherheitsbarrieren der Organisation zu testen, indem sie in hohem Tempo an den Eingängen vorbeisprinten, um tief ins Gebäude zu gelangen. Unter dem Hashtag #ScientologyRun sammeln sich Millionen Aufrufe von Jugendlichen, die diesen Nervenkitzel suchen. Was als „Spaß“ beginnt, führt oft zu aggressiven Konfrontationen mit dem Sicherheitspersonal und polizeilichen Einsätzen.
Ist das wirklich notwendig und "witzig"?
Ein Wort zur notwendigen Etikette: Man muss kein Anhänger von Scientology sein, um zu verstehen, dass dieses Verhalten schlichtweg inakzeptabel ist. Es gehört sich nicht, an Orten, die für andere eine religiöse oder weltanschauliche Bedeutung haben, derartige Spielchen zu treiben. Niemand mit einem Funken Anstand würde im Vatikan oder in Mekka rennen und schreien, nur um ein virales Video zu produzieren.
Das ist nicht nur eine Frage des Glaubens, sondern des grundlegenden Respekts.
Wer seine Freiheit, unreligiös zu leben, derart pubertär zur Schau stellt, offenbart lediglich einen Mangel an Erziehung.
Religionsfreiheit als Menschenrecht bedeutet auch, die Überzeugungen anderer zu respektieren – egal, wie man persönlich dazu steht. Höflichkeit ist keine Option, sondern eine Verpflichtung.
Quelle Watson
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