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WIEN:18.12.2001
Bedenklicher Jahresbericht 2000 der Bundessektenstelle
Bundessektenstelle rühmt sich 3953
"fachspezifische Kontaktaufnahmen" gehabt zu haben. Das sei eine Steigerung
gegenüber dem Vorjahr von 20%. Weiters stellt sie u.a. fest, dass die Zugehörigkeit zu
einer Sekte als "Hilferuf" verstanden und als "Symptom gewertet werden
könne, das auf eine tiefer liegende Problematik hinweise"
Wenn das
"Informations- und Beratungsangebot" wie es im Bericht heißt "vor allem
von einschlägigen Fachstellen, Privatpersonen und staatlichen Stellen, aber auch von
Firmen und privaten Institutionen sowie für Bildungszwecke in Anspruch genommen"
wurde, stellt sich eine ganz wesentliche Frage: Wie viele dieser 3953
"fachspezifischen Kontaktaufnahmen" bei der Bundessektenstelle, die sich als
Informationsdrehscheibe und Koordinationsstelle bezeichnet, dienten im Berichtjahr 2000
tatsächlich der Hilfe persönlich Betroffener? Von Hannes Roland